Die Geschichte der IGÖ

 

Imago Österreich – Wie alles begann

 

Der 1. Weltkongress für Psychotherapie fand im Jahr 1997 in Wien statt. Dabei stellten Hedy & Yumi Schleifer eine neue Paartherapie-Methode, die „Imago-Beziehungstheorie“, vor. Im Rahmen ihres Workshops gab es auch Live-Demonstrationen, welche sofort sehr viel Resonanz fanden. Dr. Eva Harramach-Tyll, eine der teilnehmenden Psychotherapeutinnen, war von der Arbeit des Ehepaares Schleifer so begeistert, dass sie spontan beschloss den ersten Imago-Paarworkshop Österreichs zu organisieren.

 

Im Februar 1998 besuchten 13 Paare den ersten Imago-Paarworkshop Österreichs. Das Interesse war von Anfang sehr groß und so wurde der zweite Imago-Paarworkshop bereits ein halbes Jahr später abgehalten. Im Anschluss daran fand erstmals eine Ausbildung für Imago-PaartherapeutInnen, der sogenannte „Clinical Track“ oder „Clinical-Training“ unter der Leitung von Hedy und Yumi Schleifer  in Österreich statt. Damit war der Grundstein für die Imago-Paartherapie und die damit verbundene Weiterbildung für PsychotherapeutInnen in Österreich gelegt. Hedy und Yumi kamen regelmäßig nach Österreich und leiteten pro Jahr zwei Imago-Paarworkshops und ein Imago-Clinical-Training für Psychotherapeuten/-innen sowie Psychologen/-innen.

 

Im November 2003 startete, ebenfalls mit Hedy & Yumi Schleifer, das erste Imago-Paarworkshop-Presenter-Training in Österreich. Diese Ausbildung ist Voraussetzung um Imago-Paarworkshops abhalten zu dürfen. Am Training nahmen neun TeilnehmerInnen aus Österreich und drei aus der Schweiz teil. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits 26 zertifizierte Imago-Paar-TherapeutInnen sowie 13 Personen in der Zertifizierungsphase. Zehn weitere begannen im März 2003 das Clinical-Training. Inzwischen sind   WorkshoppresenterInnen (Single – und/oder Paarworkshop) zertifiziert.

 

Eveline Brehm (eh. Eichmann) und Klaus Brehm begannen 2005 mit der Ausbildung zum Imago-Instruktor (Ausbildner für Imago-Paar-TherapeutInnen) und bekamen 2008 ihr Zertifikat verliehen. Seit dieser Zeit bilden sie jedes Jahr neue Imago TherapeutInnen weiter. Um auch anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, mit der Imago Methode zu arbeiten, haben Klaus und Evelin Brehm das „Basic-Educational-Training“, ein Curriculum zur Weiterbildung von Nicht-TherapeutInnen, die den „Imago-Ansatz“ in besonderer Weise in ihren Berufen anwenden wollen, entwickelt. Seit 2008 bieten sie auch die Weiterbildung zum „Imago-Professional-Facilitator“ an, welche eigenständig von Ihnen entwickelt wurde. Diese Ausbildung wurde bald von Imago-Relationship-International (IRI) übernommen und wird inzwischen auch in den USA und anderen Ländern angeboten.

 

Über die Jahre ist es gelungen, Imago immer bekannter zu machen. Besonders durch die mediale Präsenz von Roland und Sabine Bösel hat die Imago Paarberatung österreichweit eine hohe Bekanntheit erlangt.

 

 

Imago Gesellschaft Österreich (IGÖ)

 

Bereits nach dem ersten österreichischen Imago-Paarworkshop im Februar 1998 organisierten Charlotte Kronberger und Mag. Erwin Jäggle regelmäßige Imago-Treffen. Diese Zusammenkünfte wurden für die TeilnehmerInnen der vergangenen Workshops organisiert, um das Gelernte zu vertiefen und Imago-Dialoge zu trainieren. Um den Imago-Gedanken bekanntzumachen und um den Bemühungen zur Verbreitung von „Imago“ in Österreich auch einen rechtlichen Rahmen zu verleihen, wurde im März 1999 der Verein „Österreichische Gesellschaft für Imago-Beziehungsarbeit, -Paarentwicklung und -Konfliktlösung“ gegründet. Dieser „sperrige“ Name wurde in der zweiten Generalversammlung auf „IGÖ - Imago Gesellschaft Österreich“ geändert. Treibende Kraft hinter der Vereinsgründung war der erste Obmann, Mag. Erwin Jäggle,  unterstützt von einem begeisterten 16-köpfigen Team.

 

Obfrauen/Obmänner bzw. Präsidentinnen/Präsidenten der IGÖ - Imago Gesellschaft Österreich:

 

1999 – 2003           Erwin Jäggle

2003 – 2007           Maximilian Schallauer

2007 – 2009           Eveline Brehm

2009 – 2013           Sabine Bösel

2013 – 2015           Roland Bösel

2015 – 2016           Martin Rotter

2016 – laufend     Susanne Pointner

 

 

Aktivitäten der IGÖ

 

Internationale Tagungen, organisiert von der IGÖ:

        10/2000:         1. Europäisches Imago-Meeting

          7/2002:         2. Europäisches Imago-Meeting

        10/2004:         3. Europäisches Imago-Meeting

        10/2007:         Internationaler Imago-Kongress „Freuds Imago im Wandel der Zeit“

 

 

Imago Tage

Basierend auf einer Vision von Sabine Bösel wurden 2009 erstmals die „Imago-Tage“ abgehalten. Sabine und Roland Bösel organisierten diese jährlichen Veranstaltungen viele Jahre. Seit 2015 wird der Kongress vom jeweiligen Vorstandsteam mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern ausgerichtet.

 

Der Kongress dient der Fortbildung in Form von Vorträgen und Workshops, sowie dem fachlichen und persönlichen Austausch. Es ist auch der geeignete Rahmen, um die neuen Vereinsmitglieder willkommen zu heißen und die Abschlüsse zu feiern.

 

Die Titel der Imago Tage seit 2009:

 

·        „Imago Tage 2009 -  Begegnen, bewegen und entwickeln“. Ort: Bad Zell

·        „Imago Tage 2010 - Begegnen, bewegen und entwickeln“. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·     I„„Imago Tage 2011 – Begegnen, bewegen und entwickeln“. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·        „Imago Tage 2012 – Begegnen, bewegen und entwickeln“. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·        „Imago Tage 2013 – Begegnen, bewegen und entwickeln“. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·        „Imago Tage 2014 – The spirit of Imago”. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·        „Imago Tage 2015 – Open your mind”. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·        „Imago Tage 2016 – Inspiration der Paararbeit“. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·        „Imago Tage 2017 – Paar-Welten“. Ort: Hotel Retter, Pöllauberg

·        „Imago Tage 2018 – Die Zukunft der Paarbeziehung“. Ort: Sigmund Freud Privatuniversität, Wien

 

 

Imago-Treffen und Imago-Labor

Im Jahr 2000 fand in Linz unter der Leitung von Hans und Ute Giffey  das erste „Imago-Labor“ Österreichs statt. Diese Treffen waren als Plattform für die Imago-Paartherapeutinnen und -Therapeuten gedacht um den regelmäßigen kollegialen Austausch zu fördern, zur Vertiefung, zur Intervision und zur Weiterentwicklung der Imago-Methode.

 

In Wien wurde erstmals 2010 zum „Imago-Labor“ eingeladen. Obwohl am Anfang für Imago-Therapeutinnen und Therapeuten gegründet wurde es bald für Imago-Facilitator geöffnet. Seit einigen Jahren gibt es Synergien der beiden Labors und die Teilnahme steht allen Personen mit Imago-Weiterbildungen offen.

 

Workshop-Presenter-Treffen

Seit 2004 werden auch jährliche Treffen der Imago-Workshop-Presenter organisiert. Diese Treffen dienen dem Erfahrungs- und Informationsaustausch und sind Raum für Diskussionen über die Weiterentwicklungen der Imago-Paarworkshops auf internationaler Ebene.

 

„Imago-Spiegel“ die Zeitschrift der IGÖ

Die Zeitschrift der IGÖ erscheint ein bis zweimal jährlich – ab 1999 unter dem Titel „Imago-aktuell“ und seit der redaktionellen Übernahme durch Klaus Brehm im Jahr 2002 unter „Imago-Spiegel. Im Jahr 2017 übernahm Bettina Fraisl die Chefredaktion. Die Zeitschrift soll als Informations- und Diskussionsforum zum Thema Paar-Coaching der Verbreiterung der Idee von „Imago“ dienen.

 

Imago Akademie

Um Vorträge und Workshops auch unterjährig anbieten zu können, wurde 2017 die Imago Akademie gegründet. Diese Veranstaltungen sind sowohl für Vereinsmitglieder als auch für alle Imago-Interessierten gedacht.

 

Imago Ambulanz

Derzeit  ist eine Imago-Paarambulanz, die einkommensschwachen Paaren qualifizierte Paartherapie ermöglichen soll, in der Vorbereitung. Die Eröffnung ist für Anfang nächsten Jahres geplant.

 

 

Verfasser: Mag. Erwin Jäggle/Mag. Susanne Pointner

 

 

 



Imago Weltkongress 2007 in Wien

Imago Tage 2013, Hotel Retter, pöllauberg

Imago Tage 2015, Hotel Retter, Pöllauberg

imago tage 2016, Hotel retter, Pöllauberg